Menschenrechtsverteidiger und ihre Organisationen sind digitalen Bedrohungen ausgesetzt, die ihre Arbeit, ihre Partner und ihre persönliche Sicherheit gefährden können. Je mehr Kommunikation und Daten online verarbeitet werden, desto grösser werden die Risiken durch Phishing, Datenabfluss, Überwachung und Belästigung.
Aktivisten und Journalisten werden regelmässig mit ausgefeilten Kampagnen angegriffen, die Zugangsdaten oder sensible Informationen erbeuten sollen. Eine wirksame Schutzstrategie muss deshalb Werkzeuge, Verhalten und das jeweilige Arbeitsumfeld gemeinsam berücksichtigen.
Fünf zentrale Praktiken
- Einzigartige Passwörter verwenden: lange Passphrasen wählen und in einem vertrauenswürdigen Passwortmanager speichern.
- Kommunikation schützen: Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dienste nutzen und bei sensiblen Gesprächen die Identität der Gegenpartei überprüfen.
- Geräte aktuell halten: Sicherheitsupdates für Betriebssysteme, Anwendungen und Browser zeitnah installieren.
- Phishing erkennen: Absenderadressen prüfen, unerwartete Links meiden und ungewöhnliche Anfragen über einen zweiten Kanal bestätigen.
- Teams und Freiwillige schulen: regelmässig üben und klare, schuldzuweisungsfreie Meldewege für Vorfälle schaffen.
Cybersicherheit sollte dem Bedrohungsniveau und den Bedingungen vor Ort entsprechen. Einfache, gemeinsam verstandene und regelmässig überprüfte Praktiken senken das Risiko deutlich und helfen Organisationen, ihre Mission sicher fortzuführen.
eduCYBER bietet Schulungen und Begleitung, die auf zivilgesellschaftliche Organisationen und Menschenrechtsverteidiger zugeschnitten sind.

