Metaverse-Plattformen schaffen neue Möglichkeiten für soziale Kontakte, Handel und Unterhaltung. Gleichzeitig entstehen besondere Risiken: der Diebstahl digitaler Werte, Identitätsmissbrauch, Phishing, Belästigung und Eingriffe in die Privatsphäre.
Digitale Werte und Phishing
Wer virtuelle Währungen oder Gegenstände kauft und tauscht, wird für Angreifer interessant. Betrüger geben sich etwa als Support-Mitarbeitende aus, um Passwörter, private Schlüssel oder die Freigabe einer Transaktion zu erhalten. Ein einziger Fehler kann zu einem unwiederbringlichen finanziellen Verlust führen.
Identität und Kontoübernahme
Gestohlene Personendaten können genutzt werden, um falsche Konten zu erstellen, betrügerische Käufe zu tätigen oder andere Personen im Namen des Opfers zu schädigen. Die Wiederverwendung desselben Passworts bei mehreren Diensten bleibt einer der häufigsten Zugangswege.
Belästigung in virtuellen Räumen
Avatare und Anonymität können Belästigung, Stalking und das Anlegen neuer Konten nach einer Sperrung erleichtern. Plattformen benötigen wirksame Melde- und Schutzmechanismen. Gleichzeitig sollten Nutzer sorgfältig mit Informationen umgehen, die ihre virtuelle Identität mit ihrem realen Leben verknüpfen.
Fünf wichtige Schutzmassnahmen
- für jedes Konto ein langes, einzigartiges Passwort verwenden und einen Passwortmanager einsetzen,
- die Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren, wo immer sie angeboten wird,
- bei unerwarteten Nachrichten misstrauisch sein, die Personendaten, private Schlüssel oder Zahlungen verlangen,
- Anmeldungen und Transaktionen regelmässig prüfen und verdächtige Aktivitäten sofort melden,
- Namen, Standort und andere sensible Angaben nicht mit unbekannten Personen teilen.
Mit dem Wachstum immersiver Umgebungen hängt ihre Sicherheit sowohl von der Gestaltung der Plattformen als auch vom Verhalten der Nutzer ab. Wer die Risiken kennt und einfache Schutzmassnahmen umsetzt, kann diese Räume nutzen und die Folgen von Betrug oder Missbrauch deutlich begrenzen.

